Motto 2018/2019

"Spielend lernen"

 

 

Unser Motto für das neue Schuljahr heisst: «Spielend lernen». Man kann dieses Motto durchaus als «leicht lernen» oder «ohne Probleme lernen» auslegen. Selbstverständlich ist auch das möglich, aber eher selten. Viel mehr wollen wir dem Spiel die nötige Bedeutung im täglichen Unterricht zukommen lassen. Die Bedeutung des Spiels für die Entwicklung des Kindes ist seit jeher bekannt. Im Vorschulalter und im Kindergarten ist das Spiel ein zentrales Element, welches tagtäglich gepflegt wird. Warum geht es dann verloren, wenn das «ernsthafte Lernern» anfängt? Gezielt ausgelesene Spiele erzeugen bis ins Greisenalter einen bedeutenden Lerneffekt. Viele haben früher beim Jassen gelernt fliessend im Kopf zu rechnen. Warum sollte das heute nicht mehr klappen? «Spiel ist nicht Spielerei. Es hat hohen Ernst und tiefe Bedeutung», sagte schon Friedrich Wilhelm Fröbe (1782 – 1852), ein deutscher Pädagoge und ein Schüler Pestalozzis.

 

Die Möglichkeiten, das Spiel im Unterricht sinnvoll einzubauen, sind enorm. Die Kompetenzen, die dabei gefördert werden, sind breit gefächert. Beim Spiel muss man Initiative ergreifen, miteinander verbal oder nonverbal kommunizieren, Sachverhalte schnell analysieren, in kurzer Zeit Entscheide fällen oder teamfähig handeln. Spiele sind von Emotionen begleitet, welche gut im Gedächtnis haften bleiben. Es gibt Bewegungsspiele, Rollenspiele, Regelspiele, Fantasiespiele, Konstruktionsspiele usw. In der Schule soll nicht etwa nur gespielt werden, aber das Spiel soll einen Platz im Unterricht haben. Eine Mottogruppe wird auch im neuen Schuljahr die nötigen Impulse geben.